Neuer Facebook-Algorithmus: Bildet Communities

Heute früh weckte mich meine Facebook-App mit der freundlichen Begrüßung: „Freunde und Familie zuerst“

Also nun hat Facebook seinen angekündigten Algorithmus für den Newsfeed ausgerollt. Und bei der ersten groben Übersicht ist klar: es werden tatsächlich nur noch Beiträge von Freunden angezeigt. Seiteninhalte gibt es nur noch über das Teilen von Freunden. Ebenso Inhalte aus Gruppen.

Es gibt allerdings einen Hinweis auf die Newsfeed-Einstellungen. Einmal angeklickt, ergibt sich folgende Auswahl:

Hier können aktiv Seiten dem Newsfeed hinzugefügt werden. Dies bedeutet aber, dass ich die Seiten bereits abonniert habe. Nur über den Button „Entdecke Seiten, die deinen Interessen entsprechen“ können neue Seiten für den Newsfeed abonniert werden.

Was kann das für Seitenbetreiber nun bedeuten:

1. Bildet Communities:

Schon länger bindet Facebook-Seitenbetreibern an, Gruppen zu bilden. Dies sollte spätestens jetzt geschehen. Das bedeutet viel Arbeit. Denn es müssen die Gruppen aufgebaut, moderiert und damit am Leben gehalten werden.Aber es kann sich lohnen. Dies fördert auch den eigentlichen Markenkern von Facebook: Kommunikation untereinander auf Augenhöhe.In diesen Gruppen können Seitenbetreiber ihre interessanten Inhalte platzieren – entweder mit der aktiven Aufforderung diese mit den jeweiligen Freunden zu teilen, oder aber sie sind per se so Interessant, dass sie unaufgefordert geteilt werden.

Wie Gruppen effektiv gebildet und für Seitenbetreiber genutzt werden können, wurde schon ausführlich bei allfacebook beschrieben

2. Stories – das ungeliebte Tool

Es zeigt sich auf den ersten Blick, dass Stories von Seitenbetreibern weiterhin angezeigt werden. Dieses Tool sollte spätestens jetzt für die Verbreitung von Content genutzt werden. Es bleibt abzuwarten, wie und ob daraus Reichweite generiert werden kann.

3. Paid Content

Weiterhin werden im Newsfeed „gesponserte Beiträge“ von Seitenbetreibern angezeigt. Letztlich muss man die Änderung des Algorithmus des Newsfeeds aus der Sichtweise von Facebook verstehen. Sie wollen mehr Geld verdienen. Also setzen Sie darauf, dass Seitenbetreiber vermehrt auf Paid Content setzen werden. Sicher ist das auch eine Möglichkeit weiterhin im Newsfeed zu erscheinen. Aber man wird sich genau überlegen müssen, welcher Inhalt so wichtig ist, dass es sich lohnt diesen auf Facebook mit Geld zu bewerben.

Wie man es auch dreht, eins steht fest: Seitenbetreiber, die Facebook bisher als Verlautbahrungsorgan genutzt haben, als Tool Pressemitteilungen unter die Leute zu bringen, dürften es in Zukunft noch schwerer haben. Und „nebenher“ wird man Facebook auch nicht mehr machen können.

Welches die Richtung Strategie ist, wird sich zeigen, wenn man die Reichweite und die Virulenz seiner Beiträge misst.

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